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Vor dem Lauf hieß die große Frage: Heiko Middelhoff oder Bruno Schumi?
Wer wird das Rennen beim Aichacher Dreikönigslauf machen – der
Ingolstädter (und Ex-Aichacher) Topläufer oder der österreichische
Lokalmatador?
Doch schon nach einem guten Kilometer war die Entscheidung gefallen: „Ich
habe an der Steigung etwas angezogen“, berichtete Middelhoff. Der
28-Jährige bewältigte die 8,2 Kilometer in bemerkenswerten 27:15 Minuten,
Schumi traf erst 1:11 Minuten später ein. Der Ingolstädter zählt
allerdings auch zu den bayerischen Spitzenkönnern seines Fachs; er konnte
schon Dutzende von regionalen und bayerischen Titeln für sich verbuchen.
Sein Aichacher Konkurrent war daher nicht enttäuscht, im Gegenteil:
„Heuer war ich schneller unterwegs als vor zwölf Monaten. Trotz einer
Zahnoperation vor wenigen Wochen.“
Womöglich sehen sich die beiden schon in acht Wochen wieder – denn
dann werden in Markt Indersdorf die Bayerische Crossmeisterschaften ausgetragen.
Organisiert übrigens vom früheren Chef des LC Aichach, Michael Rauch.
Dritter bei den Herren wurde Harald Seidl (LG Stadtwerke München) in
28:34 Minuten, der in Sichtweite zu Schumi einlief. Der ehemalige Tischtennis-Star
des TSV Aichach zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden: „Ich war immer rund
50 Meter hinter Bruno. Nur rangekommen bin ich leider nicht mehr.“
Noch klarer ging die Sache bei den Frauen aus: Christine Schindler (MBB-SG Augsburg)
verteidigte ihre Drei-Königs-Krone ohne Probleme. Sie hatte nach 33:37 Minuten
genau 90 Sekunden Vorsprung auf Sonja Decker (TG Viktoria Augsburg) und freute sich:
„Ich war fast eine Minute schneller als letztes Jahr.“ Weitergehende
Ansprüche leitet die 41-Jährige aus dem guten Resultat aber nicht ab:
„Nein, vermutlich lag es nur an der Tagesform.“
Beim Schülerlauf dominierte heuer das Neuburger Toptalent Lisa Basener: Die
Zwölfjährige absolvierte einen beherzten Sololauf über die drei
Stadionrunden und durchriss schon nach 4:19 Minuten das Zielband. Erstmals wurde
der Kinderlauf heuer schon um zehn Uhr ausgetragen. „Einige aktive Eltern
hatten sich das so gewünscht“, berichtete LCA-Vorsitzender Josef Lechner.
Richtig bewährt hat sich der neue Ablauf indes nicht, da sich der Nachwuchs
mit den aufwärmenden Athleten in die Quere kam. Lechner sah die Sache locker:
„Man muss so etwas einfach ausprobieren und daraus lernen.“
Der Mannschafts-Wettbewerb war diesmal eine eindeutige Angelegenheit: Die
Elektroblitze gewannen klar (1784 Punkte): Einerseits hatten sie mit Middelhoff
den Sieger in ihren Reihen, andererseits war ihr Hauptkonkurrent, das
Achterbahn-Team (1445), nur spärlich besetzt: „Heuer haben viele
unserer Stammläufer nicht teilgenommen“, klagte Organisatorin
Irmi Achter, die selber aus Verletzungsgründen nicht mitlaufen konnte.
Der SV Handzell (878) wurde hinter der TG Viktoria Augsburg (1187) guter Vierter,
gefolgt von Michael Rauchs Indersdorfer Roten Teufeln (792). Denen saß
heuer das zahlenstarke Ois-Easy-Team (583) von der Aichacher Lauftreff-Chefin
Claudia Fischer im Nacken. Als Geheimfavoriten für die kommenden Jahre
sieht Fischer ihre Truppe aber nicht: „Bei uns geht es nur um den
Spaß am Sport und nicht ums Gewinnen“, lachte sie nach dem Bewerb.
Insgesamt waren heuer 165 Ausdauer-Enthusiasten am Start. Etwas mehr als 2012,
als sich knapp 150 Teilnehmer in den Ergebnislisten verewigten.
(Text: Aichacher Zeitung)
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Landesoffene Schwäbische Cross- und Waldlaufmeisterschaften
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Aichacher Läufertag
Schwäbische Meisterschaften 10000 m
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